News MitarbeiterfocusMitarbeiter

Deutsche Unternehmen haben kaum Fans unter ihren Mitarbeitern.

Nur jeder fünfte Mitarbeiter ist Fan seines Unternehmens – das sind die erschreckenden Ergebnisse der repräsentativen Studie „Mitarbeiterfocus Deutschland„. Und diese Zahlen lassen noch einmal mehr aufhorchen: „In Banken und Kreditinstituten sind nur 15 Prozent der Beschäftigten Fans, in der öffentlichen Verwaltung nur 17 Prozent“, berichtet Anita Saathoff, Leiterin Emotionale Kundenbindung bei 2HMforum. Die meisten Fans unter ihren Angestellten erreichen Arztpraxen und Kliniken – mit immerhin 28 Prozent. Die weiblichen Befragten sind ihren Unternehmen etwas tiefer verbunden, 23 Prozent der Frauen sind Fan ihres Arbeitgebers; unter den Männern sind es nur 19 Prozent.

Mitarbeiter

Bundesländer: Thüringen, Hessen und Berlin auf dem letzten Platz

Im bundesweiten Vergleich fühlen sich Arbeitnehmer in Schleswig-Holstein, Niedersachsen und im Saarland am ehesten an ihr Unternehmen gebunden. 34 Prozent der Arbeitnehmer in Schleswig-Holstein fallen in die Kategorie Fans, 28 Prozent in Niedersachsen und im Saarland. Schlusslicht bilden Hessen, Thüringen und Berlin: Nur 14 Prozent der Arbeitnehmer in Hessen und Berlin fühlen eine hohe emotionale Bindung an ihre Arbeitgeber, in Thüringen sogar nur 13 Prozent.

Mitarbeiterfocus

Ein Hebel: Lob und Anerkennung

Was aber sind die Ursachen für die mangelnde Liebe zum Arbeitgeber? „Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wollen mehr Anerkennung und Aufmerksamkeit – und dies ist zentrale Aufgabe der Führungskräfte“, sagt Roman Becker, Geschäftsführer von 2HMforum. Die Ergebnisse des „Mitarbeiterfocus Deutschland“ bestätigen dies: Beschäftigte, die häufig Lob von ihren Vorgesetzten erhalten, wollen zu 72 Prozent ihren Arbeitgeber jederzeit wiederwählen und planen zu 77 Prozent dauerhaft bei diesem Arbeitgeber zu bleiben. Männer und Frauen, die häufiger Mitarbeitergespräche haben, sind motivierter: Sie geben viel häufiger an, auf den Erfolg des Unternehmens bedacht zu sein, bei der Arbeit gerne Verantwortung zu übernehmen und sich auch in der Freizeit fortzubilden.

Einen spannenden Artikel zu diesem Thema finden sie im Handelsblatt.