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Unternehmen brauchen keine zufriedenen Mitarbeiter, sie brauchen Fans!

Viele Unternehmen setzen nur auf die Zufriedenheit der Mitarbeiter. Doch das genügt nicht. Unternehmen brauchen Fans. Sie sind sowohl zufrieden als auch emotional an den Arbeitgeber gebunden, sie zeigen hohe Loyalität und Leistungsbereitschaft.

Aus zahlreichen Studien – zum Beispiel dem Mitarbeiterfocus Deutschland – wissen wir: Der alleinige Blick auf die Mitarbeiterzufriedenheit greift zu kurz, denn diese misst allein, wie der Arbeitnehmer seinen Arbeitgeber auf der Leistungsebene bewertet, also Arbeitszeiten, Ausstattung des Arbeitsplatzes, Gehalt. Sie sagt aber nichts über den Herzblutfaktor aus, mit dem ein Mitarbeiter bei der Sache ist.

Motivation, Mitarbeiterzufriedenheit

Viele Mitarbeiter sind unmotiviert, bewerten das eigene Unternehmen kritischer als die Kunden und ein nicht unerheblicher Teil der Belegschaft arbeitet sogar aktiv gegen das Unternehmen. Keine guten Voraussetzungen für Begeisterung und Leistung!

Als alleinige Steuerungsgröße des Mitarbeiterbeziehungsmanagements greift die Mitarbeiterzufriedenheit also zu kurz. Wir haben deswegen eine zusätzliche Orientierungsgröße entwickelt, mit der wir die emotionale Bindung in Mitarbeiterbeziehungen erheben: den Fan-Indikator. Erst die Verbindung aus Zufriedenheit und emotionaler Bindung macht Mitarbeiter zu Fans.

Herzblutfaktor Mitarbeiter: Fans sind tatsächlich unbezahlbar

Fans sind die stabileren Mitarbeiter: Sie fühlen sich seltener gelangweilt, seltener gestresst oder überlastet und sind seltener Opfer von Mobbing. Sicher auch ein Grund dafür, dass sie seltener krank sind: Fans fallen laut Selbsteinschätzung etwa sechs Tage im Jahr wegen Krankheit aus, die Gruppe der Gegner fehlt hingegen mit elf Tagen durchschnittlich fast doppelt so häufig.

Und noch etwas zeigt, wie wertvoll Fan-Mitarbeiter für ihren Arbeitgeber sind: Fan-Mitarbeiter machen Geschäftsbeziehungen zu Kunden einzigartig und ermöglichen ihrem Arbeitgeber dadurch eine Differenzierung vom Wettbewerb. Unsere Zahlen zeigen, dass Kunden motivierte Mitarbeiter als kundenorientierter erleben. Nach einem Kontakt mit einem Fan-Mitarbeiter sind Kunden deutlich zufriedener und emotional gebundener an den Anbieter als nach einem Kontakt mit einem Söldner-Mitarbeiter.

 

Unternehmen brauchen keine zufriedenen Mitarbeiter

Diese sind zwar genauso zufrieden wie die Fans, aber weniger emotional gebunden. Deswegen sind sie gegenüber ihrem Arbeitgeber auch nicht loyal, stehen nicht hinter den Produkten ihres Arbeitgebers und empfehlen ihren Arbeitgeber auch nicht weiter, wie das Fan-Mitarbeiter tun. Wenn Söldner-Mitarbeiter ein besseres Job-Angebot bekommen, sind sie weg. Fans sind ungleich motivierter, dadurch überlegen im Kundenkontakt und sorgen für glückliche Kunden, Söldner hingegen machen „Dienst nach Vorschrift“.

Fans im eigenen Unternehmen finden und halten

Was können Unternehmen, Personaler, Vorgesetzte tun, damit Mitarbeiter zu Fans werden und bleiben? Aus der Fanforschung wissen wir: Fans werden zu Fans, wenn der Fan intuitiv eine Passung zwischen sich und dem Angebot des Stars verspürt. Die identitätsstiftenden Inhalte, die der Star bietet, müssen exakt die zentralen Bedürfnisse des Fans widerspiegeln. Das ist der Nährboden für Identifikation, die eigentliche Grundlage für emotionale Bindung.

Übersetzt auf Mitarbeiterbeziehungen bedeutet das: Dem Unternehmen muss es gelingen, seinen Mitarbeitern zu vermitteln, dass es genau in den Bereichen seine Stärken besitzt, die für die Mitarbeiter wichtig sind.

Unternehmen brauchen keine zufriedenen Mitarbeiter

Erfolgsfaktoren für Unternehmen, die ihre Mitarbeiter zu Fans machen möchten, sind: Eine klare Positionierung, die sich in der Arbeitgebermarke widerspiegelt, sowie ein aus der Positionierung resultierendes klar definiertes Wertesystem und gelebte Unternehmenskultur. Hier übernehmen die Führungskräfte eine zentrale Rolle. Sie sind praktisch die Stars, die Identifikation jeden Tag im Unternehmen erlebbar machen. Führungskräfte müssen sich ihrer Vorbildrolle bewusst sein und vorleben, wofür das Unternehmen stehen will. Bedeutend für die emotionale Bindung der Mitarbeiter ist, dass sie die Werte ihres Arbeitgebers kennen und sich mit ihnen identifizieren und sie im Unternehmen als gelebt wahrnehmen.

Unternehmen brauchen keine zufriedenen Mitarbeiter, sie brauchen Fans! – Unternehmen, die die emotionale Bindung zu ihren Mitarbeitern stärken, profitieren mehrfach: Sie vermindern krankheitsbedingte Ausfälle, verhindern durch geringere Fluktuation kostspieliges Recruitment für neue Arbeitskräfte und investieren gleichzeitig in ihre Kundenbeziehungsqualität. Wenn Unternehmen die richtigen Fragen stellen, wissen sie nach einer Mitarbeiterbefragung, welche Motive und Bedürfnisse ihren Mitarbeitern besonders wichtig sind, wie viele Fans sie bereits haben und welche Maßnahmen sie ergreifen müssen, um ihre eigenen Fans zu halten, weitere Mitarbeiter zu Fans zu machen und weitere Fans anzuziehen.